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Starkregen
Aufgrund des Klimawandels heizt sich die Atmosphäre in den Sommermonaten immer stärker auf. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann, kommt es häufiger zu Gewittern und starkem oder lang anhaltendem Regen mit extremen Niederschlagsmengen. Der KBK plant und baut Anlagen, um die enormen Regenmengen zu puffern und abzuleiten. Hauseigentümer sollten sich über Risiken informieren und Vorkehrungen treffen.

Informationen über Starkregen
Was ist Starkregen?
Man spricht von Starkregen, wenn es beispielsweise bei einem Gewitter in kurzer Zeit so viel regnet, wie sonst innerhalb eines oder mehrerer Monate. So fielen beispielsweise Ende Juni 2021 innerhalb weniger Stunden in Fischeln 65 Liter Regen pro Quadratmeter. Versiegelte Flächen können keine Niederschläge aufnehmen, doch auch auf trockenen, harten Sommerböden kann so viel Regen nicht schnell genug versickern, so dass das Wasser oberflächlich oder über das Kanalnetz abfließt. Gräben, Bäche und Kanäle können jedoch extreme Mengen nicht schnell genug abführen - Überflutungen sind die Folge. Tiefer liegende Grundstücke sind besonders gefährdet, da sich dort das Wasser sammelt. Durch Vorkehrungen können Hauseigentümer dafür sorgen, dass es an ihren Grundstücken und Gebäuden nicht zu Schäden kommt. Der KBK entwickelt das Entwässerungssystem der Stadt so weiter, dass auch Extremniederschläge angemessen bewältigt werden.
Informationen über die Folgen von Starkregen
Informieren und vorsorgen
Starkregen kann erhebliche Schäden an Gebäuden und Grundstücken verursachen. Das Regenwasser kann durch Türen und über Treppen, Rampen, Lichtschächte oder Garageneinfahrten in Gebäude eindringen. Darüber hinaus können Immobilien geflutet werden, wenn sich Regenwasser im Kanal zurückstaut und über das Abwasserrohr ins Haus drückt. Hauseigentümer können dies durch den Einbau einer Rückstau-Sicherung verhindern. Bei sehr ergiebigen und lang andauernden Niederschlägen kann das Wasser im Boden nicht schnell genug versickern. Ist der Keller oder Gebäudesockel nicht ausreichend abgedichtet oder sind Telefon- und Stromleitungen oder Trink- und Abwasserrohre mangelhaft durch die Kellerwand geführt, kann Feuchtigkeit ins Haus eindringen. Auch der unterirdische Druck des Wassers auf das Gebäude kann es beschädigen.
Wer eine Immobilie besitzt, sollte sich über die Starkregen-Gefahrenkarte informieren, ob und wo das konkrete Grundstück einem erhöhten Risiken ausgesetzt ist.
Leitfaden Starkregen für Immobilienbesitzer
Durch bauliche und technische Maßnahmen lassen sich Schäden vermeiden oder minimieren. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumplanung hat in einem Leitfaden Informationen für Immobilienbesitzer zu möglichen Abwehrmaßnahmen gegen Starkregenschäden zusammengetragen.

Überflutung verhindern durch Rückstau-Sicherung
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Informationen über Schutzmaßnahmen bei Starkregenereignissen
Starkregen-Risiken managen
Potenziellen Starkregen-Ereignissen begegnen wir vom KBK, indem wir das Kanalnetz den geänderten Anforderungen anpassen: Wir schaffen mehr Versickerungsflächen, planen neue Regenrückhaltebecken, erweitern bestimmte Kanalabschnitte und betreiben das Kanalnetz so gewissenhaft, dass es auch in Extremsituationen funktioniert.
Allerdings: Ein Kanalnetz so auszubauen, dass extrem hohe Regenmengen sofort aufgenommen und abgeführt werden, wäre sehr aufwändig und teuer. Darüber hinaus fällt bei Starkregen in kurzer Zeit so viel Niederschlag, dass ein Großteil des Wassers gar nicht in die Kanalisation gelangt, sondern direkt an der Oberfläche abfließt. Größere Kanäle allein würden also das Problem nicht lösen. Da Starkregen-Ereignisse selten sind, nimmt man daher kurzfristige Überflutungen von Verkehrs- und Grünflächen in Kauf.
