Kopfereich der Seite
Kleingewässer in Krefeld
Welttag der Feuchtgebiete verdeutlicht die Bedeutung von Feuchtgebieten
Inhaltsbereich des Artikels

Inhalt der Meldung
Seit 1997 gilt der 2. Februar als Welttag der Feuchtgebiete. Er geht zurück auf ein internationales Umweltabkommen (Ramsar-Vereinbarung), das am 2. Februar 1971 zum Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, beschlossen wurde.
Krefeld verfügt mit rund 140 Kleingewässern über zahlreiche Feuchtgebiete, die dem Natur- und Landschaftsschutz dienen. Viele liegen in den feuchten Bereichen der Krefelder Schutzgebiete, zum Beispiel im Latumer Bruch, Hülser Bruch, Orbroich oder entlang des Niepkuhlengrabens. Als Kleingewässer versteht man kleinere Gewässer wie Tümpel, Teiche oder Weiher, die oft kleiner als ein Hektar groß sind. Typisch sind eine geringe Wassertiefe, viel Sonnenlicht, flache Ufer und schwankende Wasserstände. Trotz ihrer Größe sind sie echte Hotspots der Artenvielfalt und wichtiger Lebensraum für Insekten, Amphibien und viele Pflanzen.


Im Spätsommer können Kleingewässer aufgrund ihrer geringen Tiefe und starker Sonneneinstrahlung zeitweise austrocknen. Das ist oft unproblematisch – und für Amphibien sogar hilfreich, da sich so keine Raubfische ansiedeln. Denn ausgesetzte Fische wie Koi, Stichlinge oder Goldfische können Laich und Jungtiere fressen und so die Biodiversität stark verringern. In Gewässern wie den Niepkuhlen, in denen seltene Fischarten wie der Bitterling vorkommen, muss der Wasserstand jedoch ausreichend hoch bleiben.
Damit Krefelds Kleingewässer auch künftig wertvolle Lebensräume bleiben, kümmert sich der Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) um deren Erhalt und verbessert die Bedingungen für seltene und schützenswerte Arten. Zu den Pflegemaßnahmen zählt unter anderem die schonende Bearbeitung ausgewählter Uferbereiche, bei der zu stark wachsende Gehölze entfernt werden. Diese Arbeiten werden in den kalten Monaten außerhalb der Vogelschutzzeit durchgeführt.