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Wenn Trauer auch Kinder betrifft

KBK errichtet Spielfläche für Kinder am neuen Kindergrabfeld auf dem Hauptfriedhof

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Kinder spielen auf dem Friedhof auf Wipptieren

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Bisher fanden Beisetzungen von Kindern bis zu 6 Jahren in einem sehr geschützten, fast dunklen Bereich des Hauptfriedhofs statt. Das vorhandene Kindergrabfeld stammt noch aus einer Zeit, in der es als angemessen betrachtet wurde, dass sich Angehörige von verstorbenen Kindern in Ruhe zurückziehen können, um zu trauern. Viele wollten bei ihrem Besuch am Grab nicht gesehen werden. Generell war das Thema Kindstod sowohl im Privaten als auch in der Öffentlichkeit eher ein Tabuthema.

Inzwischen hat jedoch ein Wandel in der Friedhofs- und Trauerkultur stattgefunden. Friedhöfe sind für viele Menschen nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der Begegnung, Nähe und Naherholung. Für trauernde Eltern sind der Besuch und die Pflege des Grabs wichtige Bestandteile ihres Trauerprozesses. In einigen Fällen sind auch Geschwisterkinder betroffen. Besonders für kleinere Kinder ist der Besuch des Friedhofs mit der Trauer um das verstobene Geschwisterkind nicht immer gut zu vereinbaren und sie wissen nicht, was sie tun sollen, während die Eltern das Grab pflegen oder Momente der Trauer bewältigen müssen.

Seit diesem Jahr bietet der Krefelder Hauptfriedhof ein neues Kindergrabfeld. Dieses ist weiterhin in geschützter Atmosphäre, jedoch an einer zugänglicheren und helleren Stelle in der Nähe des ehemaligen Krematoriums zu finden. Seit letzter Woche gibt es an diesem Grabfeld eine Spielfläche, auf der Kinder die Möglichkeit haben, auf Wippelementen zu spielen oder mit Kreide zu malen.

Ein Kind bemalt einen Stein mit Kreide
Zwei Wippelemente in Form von Flugzeug und Fahrrad auf dem Hauptfriedhof in Krefeld